MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung)

Die MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) ist für die Verkehrsbehörde eine wichtige Entscheidungsgrundlage, ob eine Fahrerlaubnis erteilt oder auch entzogen wird. Die medizinisch-psychologische Untersuchung beinhaltet, wie der Name schon sagt, ein medizinisches Gutachten, dass durch einen Arzt erstellt wird, ein psychologisches Gespräch und einen Test der Reaktionen des Teilnehmers. Der Reaktionstest wird meistens am Computer durchgeführt. Nach guten drei Stunden ist die Prüfung absolviert und durch eine gute MPU Vorbereitung stehen die Chancen zu bestehen sehr gut.

Die MPU wurde nach ihrem Erschaffung 1954 schnell als Idiotentest bekannt. Früher wurden alle Führerscheinprüflinge, die dreimal durch die Prüfung gefallen sind, zur medizinisch-psychologische Untersuchung geordert. Daher wurde im Volksmund der Begriff Idiotentest populär und hat sich bis heute in den Medien und den Köpfen der Menschen gehalten. Die MPU wurde bald auch genutzt, um die stark angestiegen Unfallzahlen in den Griff zu bekommen. Daher ist der Begriff Idiotentest eigentlich nicht mehr passend, weil sich die Intention der Untersuchung im Laufe der Zeit verändert hat.

Die Untersuchung findet heutzutage fast ausschließlich Anwendung, wenn ein Verkehrsteilnehmer wegen Alkohl, stark oder vermehrt überhöhter Geschwindigkeit oder Drogen am Steuer seinen Führerschein entzogen bekommen hat und er nach Ablauf der Strafe den Führerschein wieder beantragt. Die MPU bietet der Verkehrsbehörde somit eine gute Grundlage und eine Einschätzung von professioneller Seite, durch Ärzte und Psychologen, ob der Verkehrsteilnehmer in Zukunft verantwortungsbewusster am Verkehr teilnimmt. Hat sich die Einstellung des Teilnehmers geändert und ist dies durch die medizinisch-psychologische Untersuchung belegbar, hat der Prüfling meistens gute Chancen seine Fahrerlaubnis wieder ausgestellt zu bekommen.